Voraussetzungen Klasse E

Alles was man für die Amateurfunk Prüfung wissen muss.
db6zh
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von db6zh » 26. Aug 2018, 13:34

Hallo XNR76,

Du mußt auch nicht alle Antennentypen in den Kopf bekommen, so groß wird er nicht sein :-) . Es gibt ein paar Grundtypen und damit hat es sich. Viertel und halbe Wellenlänge, Schüssel und der Rest wird mit den Teilen zusammengebaut. Dann kannst Du die hinstellen oder aufhängen, wenns dann funkt war's das. (Ist jetzt etwas gemein, aber mal rein vom Prinzip her ....). Es gibt genügend Leute, die den Fragenkatalog auswendig gelernt haben. Technik ist für die meisten Einsteiger das schwierigste, falls sie nicht bereits direkt mit HF zu tun hatten. Auch Elektriker kommen ab und an in's schwitzen. Gesetze mußt Du eh' einfach auswendig lernen. Betriebstechnik ...... geht auch nach Katalog lernen, und alle Länderkenner mußt Du auch nicht wissen. Im Prinzip ist der Fragenkatalog wichtig, weil nur Fragen daraus kommen. Multiple Choice ist es auch nicht, weil nur eine Lösung richtig ist (nennt sich nur so, meine Meinung dazu). Einiges kannst Du im Ausschlußverfahren schon packen.

Da haben schon Leute Kids dran gesetzt, mit Null Vorkenntnissen, und unter 30% blieb keiner. Im DARC gibt es immer wieder Streit wegen Prüfungserleichterungen. Es ist schwierig, dazu was zu sagen, wenn 11-14jährige das packen. Meistens kommt bei Erwachsenen mehr Streß dazu, weil man nicht gerne versagen möchte. Meine letzte Prüfung war mit etwas über 40 der Rettungssanitäter, war auch nicht mehr ganz so locker und am Ende war es so, daß die zwei ältesten die meisten Punkte hatten und einem Junior-Schlaumeier (Gym-Oberstufe und "halber Doktor") auf dem dritten Platz hat das ziemlich gestunken, den mußten wir trösten :-) , obwohl wir mehr groggy als er waren.

Locker bleiben, es wird keiner geschlachtet bei dem Test, 73 Peter

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IcomFan
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von IcomFan » 30. Aug 2018, 17:24

...ob ich es innerhalb eines Jahres schaffen kann, mir das nötige Hintergrundwissen anzueignen
@ XNR76

Wolltest Dir doch 1 Jahr Zeit lassen , dann mache das doch und gebe nicht auf !

Obwohl , es geht auch schneller hier ein Auszug :

Er hat nur eine Stunde am Tag gelernt https://www.dk9jc.de/blog/sonstiges/30- ... einem-jahr
Ich entschied mich also dazu, zuerst die Klasse E abzulegen. Ich habe ca. eine Stunde am Tag gelernt und nach 6 Wochen habe ich die Amateurfunk Prüfung in Eschborn bei der Bundesnetzagentur abgelegt und mit 100% bestanden.
Was ist 1ne Stunde am Tag, das bekommt man hin trotz QRL und Familie .
Klar ist das wenn man keine Lust mehr hat ,wenn es zum Marathon lernen wird (täglich mehrere Std.)
wo alles andere auf der "Strecke" bleibt.

Wenn man für´s lernen keine Zeit hat, dann hat man/n für´s funken bzw was mit Afu zu tuen hat, später "diese" auch nicht!

Ich habe die Klasse E mit 43 J gemacht in nur 3 Wochen , ja ok, hatte 1980 meine erste Prüfung
für die alte Klasse C und bin in der (nur) Technik so gerade durchgefallen.
Hatte also Vorkenntnisse !
War jung, hatte keine Lust mehr auf eine Nachprüfung, alles andere war wichtiger löl.
Klasse A aber schon im Fortgeschrittenen Alter , mit 49 J .
Es war nicht einfach , zu dem bin ich auch noch gesundheitlich eingeschränkt.
Aber dieses war in 14 Wochen auch überstanden.

Bin jetzt 56 J , es war die aller letzte Möglichkeit die ich genutzt habe, denn es geht mir heute gesundheitlich noch schlechter :(

Übrigens, Zeit hatte ich auch keine arbeitete (auch noch heute) als Disponent im Büro stellenweise 12 St. am Tag (heute weniger)
Könnte zwar schon in Rente gehen, aber die liebe "Kohle" also schleppen wir uns´s täglich dahin. :oops:

73 de Rolf

DO9HC
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DO9HC » 7. Sep 2018, 19:00

Ich hab Anfang des Jahres meine E-Lizenz gemacht, hab vielleicht alles in allem 2 Monate gelernt. Ich hab gute Erfahrungen mit einer Handy-App gemacht, da kann man immer lernen wenn man mal ein paar Minuten Zeit hat. Prüfung war dann kein Problem mehr.
Die Einschränkungen die mal als DOler hat finde ich aber doch recht restriktiv, hätte ich am Anfang nicht gedacht. Bei uns hier ist auf 2m/70cm nichts los und die KW-Bänder die man darf sind entweder aufgrund riesiger Antennen nur was für Leute mit eigenem Grundstück (160m, 80m) oder es ist nichts los da (15m, 10m). Wer als Einsteiger auf 3cm Betrieb würde mich auch mal interessieren.
Da sind andere Länder doch z.T. besser dran, in OZ sind z.B. auch 40m erlaubt.
Ich verstehe, dass man mit einer "kleinen" Lizenz weniger Privilegien haben soll als mit einer vollen, aber ich würde das eher über die Leistung regeln, also Einsteigern mehr Bänder aber dann z.B. nur bis 5 oder 10 W erlauben.

Na ja, irgendwann ist mal die Klasse A dran, vorher will ich aber noch CW lernen.

Andreaschouff
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von Andreaschouff » 5. Jan 2019, 02:47

Hallo allerseits!

Jetzt würde mich - der ebenfalls gerade auf die E-Prüfung lernt und im Vorfeld sich quer durch Afu-Seiten und -Foren liest - doch mal vom XNR76 interessieren, was aus seiner Prüfung geworden ist. Hat's denn geklappt?

Grüßli

Andi

ZappoTrump
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von ZappoTrump » 8. Jan 2019, 11:08

Servus zusammen,

… nun möchte ich auch ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit der E-Lizenz hier beitragen.

Kurz zu meiner Person…: Ich bin 54 alt und seit Anfang Dezember 2018 Inhaber einer E-Lizenz. Vor ca. 40 Jahren habe ich eine elektrotechnische Ausbildung in der Fachrichtung Telefonbau abgeschlossen.

Effektiv habe ich mich ca. 4 – 6 Wochen intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Eigentlich ist es nicht schwer. Wie einige Vorredner schon geschrieben haben, … die richtige Antwort steht ja schon da.

Gut… im elektrotechnischen Bereich habe ich die Vorkenntnisse, bis auf HF- und Antennentechnik, aus meiner Ausbildungszeit. Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht – anfangs ist es noch ein wenig wackelig, mit jedem Meter wird es jedoch besser.
Der Teil Betriebstechnik und Vorschriftenwerk ist reine Lernsache… wobei meiner Meinung nach gut ein Drittel bis die Hälfte aller Fragen durch logisches Denken und nach dem Ausschlussverfahren gelöst werden können.

Aus beruflichen Gründen bin ich alle 2 – 3 Jahre mit Prüfungen / Tests in dieser Art konfrontiert. Somit habe ich mir hier meine persönliche „Lernmethode“ angeeignet.

Ich drucke mir den Fragenkatalog aus (ich liebe Papier :D - man kann da drauf schreiben, Notizen machen und markieren). Im Internet gibt es gute Lernprogramme mit den original Fragen / Antworten. So z.B. AFuP.exe oder den Onlinelehrgang vom DARC und Eckart Moltrecht.

www.darc.de/der-club/referate/ajw/darc-online-lehrgang/

Achtung beim Online-Lehrgang sind nicht alle Fragen enthalten!!! AFuP.exe ist da besser, weil vollständig!

Ich beginne den Fragenkatalog mit den Lernhilfen durch zuarbeiten. Auf dem Papier mache ich mir meine Notizen …
-Frage eindeutig richtig beantwortet (weil ich die richte Antwort gewusst habe)
-Frage falsch beantwortet
-Frage richtig beantwortet, jedoch mit „raten“, nach Ausschlussverfahren oder mit Zweifel richtig beantwortet

Dementsprechend werden die Fragen auf dem Papier markiert.

Der Fragenkatalog wird dreimal durchgearbeitet. Alle diejenigen Fragen, die nach dem dritten Durchgang dreimal richtig beantwortet wurden, diese Fragen sitzen und können abgehakt werden. Nun konzentriert man sich „nur“ noch auf die Fragen die mindestens ein falsch enthalten und eignet sich hier die richte Antwort an. Oftmals ist es hier hilfreich sich in der richtigen Antwort "nur" das Schlüsselwort zu merken!

Nach weiteren drei bis fünf Durchläufen sollte man dann auf eine 90 – 95 % Erfolgsquote kommen und ist bereit für die Prüfung.

Sicher, bei den ersten zwei Durchläufen ist es schon ein wenig frustrieren, dass gefühlt die Hälfte aller Fragen nicht richtig beantwortet wurden. Es wird jedoch mit jedem Durchlauf besser. Den inneren Schweinhund überwinden und jeden Tag ein paar Seiten durcharbeiten. Der Kopf geht dann in einen Lernmodus über, und es kommt der Tag ab dem man den Erfolg sieht und es spass mach.

Was auch sehr wichtig ist - ein Ziel setzen! D.h. bei der BNetzA nachfragen, wann die nächsten Prüfungen stattfinden und sich anmelden. Das gibt einen gewissen persönlichen Druck!

Ich wünsche allen die sich auf die Lizenz vorbereiten viel Erfolg
Viele Grüße und viel Erfolg
Markus

DL4TMA
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DL4TMA » 9. Jan 2019, 15:57

Ich kann an dieser Stelle nur nochmal die Software von DM1OLI empfehlen:
http://www.hamradiotrainer.de/index.php

Kostenfrei, läuft mit Wine auch unter Linux.
Hat mich erfolgreich durch die E und die A-Prüfung gebracht :-)

73 de DL4TMA
(leider ist meine Bitte nach Rufzeichenänderung beim Forenadmin wohl untergegangen)
***wurde geändert 73 dc4lo***
73, Tobias - DL4TMA - manawyrm

DL6WAB
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DL6WAB » 23. Jan 2019, 17:41

DC4LO hat geschrieben:
28. Jun 2018, 17:10
Moin,
noch nie war das so einfach wie heute. Man muss die Betriebstechnik und die Gesetzeskunde wissen (büffeln), die Technikprüfung der Klasse E ist einfach. Die Fragen und Antworten stehen auf dem Formular, man muss nur die richtige Antwort ankreuzen.
Diese Aussage wird immer wieder sehr gern von "gestandenen" Funkamateuren getroffen (früher war alles viel viel schwieriger) und mag aus Sicht dieses Personenkreises in Bezug auf die heutigen Anforderungen evtl. auch stimmen. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ein Teil der bereits lizensierten Amateure bei einer heutigen Klasse A Prüfung durchfallen würde.

Aus meiner Sicht (Zulassung ab 2014) würde ich sagen, elektrische oder elektronische Ausbildung bzw. Kenntnisse der englischen Sprache sind von großem Vorteil und können die Dauer die Lernphase deutlich verkürzen. Wenn das nicht vorhanden ist, dauert die Vorbereitung für die Klasse E zwischen 3 und 6 Monaten, für die Klasse A zwischen 6 und 9 Monaten je nach persönlichem Einsatz und Willen. Lernen in Gruppen ist der Sache zudem sehr förderlich! Alles was dazu im Internet zu finden ist, kann sehr hilfreich sein. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel! :)
73 de Juergen (DE6WAB, DN6WAB, DL6WAB) - www.dl6wab.de

DC4LO
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DC4LO » 23. Jan 2019, 20:50

DL6WAB hat geschrieben:
23. Jan 2019, 17:41
DC4LO hat geschrieben:
28. Jun 2018, 17:10
Moin,
noch nie war das so einfach wie heute. Man muss die Betriebstechnik und die Gesetzeskunde wissen (büffeln), die Technikprüfung der Klasse E ist einfach. Die Fragen und Antworten stehen auf dem Formular, man muss nur die richtige Antwort ankreuzen.
Diese Aussage wird immer wieder sehr gern von "gestandenen" Funkamateuren getroffen (früher war alles viel viel schwieriger) und mag aus Sicht dieses Personenkreises in Bezug auf die heutigen Anforderungen evtl. auch stimmen. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ein Teil der bereits lizensierten Amateure bei einer heutigen Klasse A Prüfung durchfallen würde.

Aus meiner Sicht (Zulassung ab 2014) würde ich sagen, elektrische oder elektronische Ausbildung bzw. Kenntnisse der englischen Sprache sind von großem Vorteil und können die Dauer die Lernphase deutlich verkürzen. Wenn das nicht vorhanden ist, dauert die Vorbereitung für die Klasse E zwischen 3 und 6 Monaten, für die Klasse A zwischen 6 und 9 Monaten je nach persönlichem Einsatz und Willen. Lernen in Gruppen ist der Sache zudem sehr förderlich! Alles was dazu im Internet zu finden ist, kann sehr hilfreich sein. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel! :)
Hallo Juergen,

ich hatte meine Prüfung für die damalige Klasse C 1972 abgelegt. Der Unterschied zur Klasse A war der, das alle Teilnehmer 3 Fragebögen (gemischt) bekamen und diese Fragen auf Papier beantworten mussten, Schaltungen gezeichnet werden mussten, alle Formeln musste man im Kopf haben und einen Taschenrechner gab es noch nicht. Man durfte zu Fuß mit einer Logarithmus-Tabelle oder einen Rechenschieber
( de.wikipedia.org/wiki/Logarithmus )
zur Berechnung der Fragen benutzen. Es wurde also geschrieben, gerechnet und gezeichnet. Die Fragen zu der Gesetzeskunde und Betriebstechnik wurden auch per Handschrift beantwortet. Die Klasse A Prüflinge wurden dann noch in CW geprüft mit 60 Zeichen pro Minute in Hören und Geben.

Es wurde 1972 noch auf Röhrentechnik geprüft, Taschenrechner, Computer und das Internet gab es noch nicht.
Mit dem Test Programm AfuP hatte ich mehrfach getestet und hatte in der Technik ohne Rechner die richtigen Kreuze geklickt (mehr als 90 %)... .

Ich hoffe, das ich Deinen Einwand beantworten konnte. Heute gibt es Taschenrechner und sogar die Formeln auf einem Blatt Papier dazu.

In diesem Sinn 73
Gerhard

DJ7WW
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DJ7WW » 23. Jan 2019, 21:13

DC4LO hat geschrieben:
23. Jan 2019, 20:50

Heute gibt es Taschenrechner und sogar die Formeln auf einem Blatt Papier dazu.
Und die richtigen Antworten, die man zum Teil auch durch Ausschluß der falschen Antworten ermitteln kann wenn man unsicher ist.

73
Peter

DF2TB
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Re: Voraussetzungen Klasse E

Beitrag von DF2TB » 23. Jan 2019, 23:21

Bleibt noch nachzutragen, daß es 1972 noch keinen Frage&Antwort Katalog gab. Ich kann mich an meinen Vater erinnern, der es doch schwerer hatte als ich (Prüfung 1977).

Andreas DF2TB

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