FX-210 Verluste?

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DL9UO
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FX-210 Verluste?

Beitrag von DL9UO » 14. Sep 2021, 08:59

Hallo, bei Aufräumarbeiten fiel mir eine alte FX210 in die Hände.Beim Betrachten der dünnen, außer dem Strahler, aus Edelstahl bestehenden Elementen, kamen mir Zweifel an der Wirksamkeit einer solchen Anordnung. Kennt jemand eine Eznec-Simulation o.ä. für eine solche, zum größten Teil aus dünnen Edelstahl bestehenden Antenne?
Gruß Mike
Zuletzt geändert von DL9UO am 15. Sep 2021, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.

DL3LK
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL3LK » 14. Sep 2021, 13:04

Moin Mike ...

Flexayagi?
hatte ich Jahrzehntelang erst auf dem Hausdach, dann auf einem Gittermast.
Waren gute Antennen, sehr haltbar und vereisten im Winter nur sehr dünn.
Vögel empfanden die "Sitzstangen" als sehr ungequem ;)

73

DL9UO
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL9UO » 14. Sep 2021, 13:18

Hallo Volker, die hat in den 90zigern auf einem 35m hohen Flachdach gestanden, 6el war auch damals nichts tolles, aber konnte mit 80W doch einiges erreichen.Meine Frage zielt ja auf die schlechte Leitfähigkeit von Edelstahl, wenn die Elemente wirken sollen, muß da auch ein Strom fließen.Habe das Teil mal auf einer Holzleiter in 3m Höhe mit dem VA5 gemessen, 50 Ohm waren da nirgends.Irgendwie scheint sich das Edelstahl-Prinzip aber nicht durchgesetzt zu haben, auch wenn die von Dir genannten Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind.
73 Mike

DL8SFZ
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL8SFZ » 14. Sep 2021, 14:14

Vergleich:
Leitfähigkeit Kupfer 58, soweit ich noch weiß, Alu irgendwas um 40 und Edelstahl 1,4! Also wesentlich schlechter, daher stelle ich eine Funktion sehr in Frage.
Gruß Stefan
Amateurfunk ist teuerste Art der kostenlosen Kommunikation! ;-)

DL9UO
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL9UO » 14. Sep 2021, 14:24

Habe leider keine Möglichkeit, eine Feldmessung zu machen, bei Simulationen muß man auch vorsichtig sein. Vielleicht ein Dipol in vergleichbarer Lage mit der FX-206 testen. Ansonsten würde ich Dir, Stefan,bezüglich der Leitfähigkeit zustimmen. Als die FX206 verkauft wurde, gab es für diesen Frequenzbereich kaum erschwingliche Meßgeräte, das wußten auch die Hersteller,hi.
73 Mike

hb9pjt
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von hb9pjt » 14. Sep 2021, 14:36

Gemäss den Berechnungen kann es sich nur um einen minimalen Unterschied von maximal etwa 0.5 dB handeln. Siehe Beispiel Flexa 224 im Vergleich zu anderen mit 2.5 Lambda Boomlänge etwa gleich langen Antennen. https://www.qsl.net/dk7zb/Download/hochgewinn1.pdf

73, Peter - HB9PJT

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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL9UO » 14. Sep 2021, 17:19

Danke Peter, überrascht mich doch etwas.Irgend wann werde ich das Ding mal reaktivieren.Schönen Abend.
73 Mike

DL8YEV
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL8YEV » 14. Sep 2021, 19:23

DL8SFZ hat geschrieben:
14. Sep 2021, 14:14
Vergleich:
Leitfähigkeit Kupfer 58, soweit ich noch weiß, Alu irgendwas um 40 und Edelstahl 1,4! Also wesentlich schlechter, daher stelle ich eine Funktion sehr in Frage.
Gruß Stefan
Das ist halt auch eine Frage der Stromverteilung. Die Flexas sind daher nach dem klassischem DL6WU Design gebaut, wo der Strom auf den Elementen minimal ist.
Je nach Simulation und Größe der Antenne schneidet eine 2m Flexa zwischen 0.5dB und 1dB schlechter ab als modernere Designs.
Der Preis für diese höheren Gewinne dieser Antennen wird aber mit Elementdurchmesser von 8mm oder gar 10mm bezahlt.
Teilt man die Windlast durch den Gewinn, sind die Flexayagis unschlagbar.
Daher kann man den geringeren Gewinn leicht durch höhere Aufbauhöhe oder die Verwendung mehrerer Antennen mehr als kompensieren.
Ein großer Vorteil ist die hochwertige Fertigung. Meine Antennen haben 20 Jahre ohne einen einzigen Ausfall oder eine Verschlechterung der Funktion überlebt.
73, André

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Re: FX-210 Verluste?

Beitrag von DL9UO » 15. Sep 2021, 09:48

habe korrigiert: muß FX210 heißen, sri.

DL8YEV
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Re: FX-206 Verluste?

Beitrag von DL8YEV » 15. Sep 2021, 11:36

DL9UO hat geschrieben:
14. Sep 2021, 13:18
...Habe das Teil mal auf einer Holzleiter in 3m Höhe mit dem VA5 gemessen, 50 Ohm waren da nirgends...
Wie gut ist denn das SWR?
Es gab mal eine Serie, wo der Schaum im Anschlusskasten hygroskopisch war. Das wurde damals auf Kulanz getauscht.
Im intakten Zustand sollte das SWR im gesamten 2m-Band besser als 1,2:1 sein.
73, André

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