Amateurfunk an Bord und Zuhause

Hilfe und nützliche Hinweise bei Problemen mit Geräten.
Sailor89
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Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von Sailor89 » 12. Aug 2019, 20:15

Hallo zusammen,
ich bin Oli und neu in der Afu-Szene.
Meine Freundin und ich wollen nächstes Jahr mit einer Stahlyacht auf "große Fahrt" gehen.
Als Ausrüstung für unser Boot dachte ich an einen Kenwood TS 480 SAT oder HX mit einem automatischen Antennentuner wie bspw. dem CG-3000.
Erweiter werden soll das Paket am Ende noch mit einem Pactor-Modem.

Da ich mich gerne vor unserer Reise schon intensiver mit dem Afu beschäftigen will, stellt sich für mich die Frage wie ich das zuhause abdecken kann.
Mein Problem ist, dass ich in einem älteren freistehenden Mietshaus wohne, so dass ich keine Antenne auf dem Dach/an der Außenwand anbringen darf.
Denkt Ihr eine Antenne auf der Bühne (Dachstuhl ist noch isoliert/gedämmt...) könnte funktionieren und falls ja welche Antenne würdet Ihr mir empfehlen? Was ich mir auch noch nicht so richtig sicher bin ist wie ich es mit der Erde angehen soll?

Wäre über Tipps etc. von euch Profis echt dankbar.

73
Oli

DF5WW
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DF5WW » 13. Aug 2019, 05:56

Moin Oli,

nicht viel Zeit gleich QRL, HI. Wie ist die Isolierung aufgebaut. Nur Dämmung in Form von Dämmwolle
oder ist diese Dämmwolle noch metallisch foliert ? Wenn letzteres dann ist das mehr als schlecht.

Du schreibst "frei stehendes Mietshaus", ist Grundstück, evtl. mit Bäumen, vorhanden ? Dann konnte
man u.U. draussen was spannen. Würde viel besser gehen als im Dachboden denn dort hätte man u.U.
auch noch mit dem Störnebel zu kämpfen der aus dem Haus selbst kommt und der evtl. über elektrische
Leitungen verbreitet wird.

;) ;)
73´s, Jürgen ;) ;)
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Sailor89
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von Sailor89 » 13. Aug 2019, 06:49

Moin Jürgen,
vielen Dank für deine Antwort.

Was das Dach angeht, so ist keinerlei Dämmung/Isolierung vorhanden (direkt Dachbalken und Platten). Im Garten wäre ggf. notfalls auch etwas möglich, jedoch vermutlich nur so 2-3 Meter.
Ich würde wenn sinnvoll möglich jedoch gerne den Dachboden bevorzugen.

Was die elektronischen Leitungen angeht, so habe ich dort eigentlich nur Strom für Steckdosen und Licht liegen. Bei Problemen könnte ich die auch vorübergehend vom Netz nehmen.
Denkst du es macht hier Sinn?
Falls ja wie würdest du die Antenne aufbauen?

73
Oli

DJ7WW
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DJ7WW » 13. Aug 2019, 14:11

Sailor89 hat geschrieben:
12. Aug 2019, 20:15
Hallo zusammen,
ich bin Oli und neu in der Afu-Szene.

Mit welchem Rufzeichen?


Mein Problem ist, dass ich in einem älteren freistehenden Mietshaus wohne, so dass ich keine Antenne auf dem Dach/an der Außenwand anbringen darf.
Denkt Ihr eine Antenne auf der Bühne (Dachstuhl ist noch isoliert/gedämmt...) könnte funktionieren und falls ja welche Antenne würdet Ihr mir empfehlen?
Für welches Amateurfunkband soll die sein, wie lang, breit und hoch ist der Dachboden und wie gelangen Kabel in die Wohnung?
Wie weit entfernt vom Dachboden gibt es bewohnte Räume?

Gruß
Peter

Sailor89
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von Sailor89 » 13. Aug 2019, 17:09

Hallo Peter,
der Dachboden ist ca 10m auf 7m Höhe gut 3 Meter und eben spitz zulaufend.
Die nächsten bewohnten Räume sind 1 Stock tiefer.
Die Kabel würde ich durch einen stillgelegten Kamin verlegen.

Was das Amateurfunkband angeht, so wollte ich recht flexible sein, damit ich mich auf verschiedenen Bändern versuchen kann.
Ich denke dass sollte in Kombination mit dem automatischen Antennentuner möglich sein, oder?
Was für mich interessant wäre sind unter anderem die Transatlantik Funknetzte auf 14300Khz und 21400Khz,
wie gesagt würde ich mich jedoch gerne auch außerhalb dieser Netze bewegen.

Denkst du dass ist so möglich?

Gruß
Oli

DJ1YR
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DJ1YR » 13. Aug 2019, 18:43

natürlich ist das möglich, wenn du deine A Lizenz geschafft hast...

DF5WW
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DF5WW » 13. Aug 2019, 20:05

Ist das jetzt eigentlich Gang und Gäbe aus jedem ein Call herauspressen zu wollen ? Wenn jemand so zielstrebig
fragt wird er schon eine passende Lizenz haben und wenn nicht ist er alleine verantwortlich wenn es zu Repressalien
kommt.

Hier im Forum sind mind. 30% aller angemeldeten User ohne Call als Username unterwegs, aus welchen persönlichen
oder Datenschutzgründen auch immer. Wenn es dem einen oder anderen nicht passt das jemand sein Call nicht offen
legt dann Antwortet einfach nicht.

:twisted: :twisted:
73´s, Jürgen ;) ;)
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Sailor89
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von Sailor89 » 13. Aug 2019, 21:22

Hallo
@Jürgen, vielen Dank für deine Unterstützung. In meinem Fall hast du mit den persönlichen Gründen recht. Wenn meine Reise näher rückt schreibe ich mein Call auch gerne dazu.
@DJ1YR Wie am Anfang erwähnt ist die A-Lizenz und das entsprechende Call frisch vorhanden, nur fehlt mir leider noch die Erfahrung, weshalb ich euch um Hilfe bitten möchte.

Viele Grüße
Oli

DJ7WW
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DJ7WW » 13. Aug 2019, 23:48

Sailor89 hat geschrieben:
13. Aug 2019, 17:09
Hallo Peter,
der Dachboden ist ca 10m auf 7m Höhe gut 3 Meter und eben spitz zulaufend.
Die nächsten bewohnten Räume sind 1 Stock tiefer.
Die Kabel würde ich durch einen stillgelegten Kamin verlegen.

Was das Amateurfunkband angeht, so wollte ich recht flexible sein, damit ich mich auf verschiedenen Bändern versuchen kann.
Ich denke dass sollte in Kombination mit dem automatischen Antennentuner möglich sein, oder?
Was für mich interessant wäre sind unter anderem die Transatlantik Funknetzte auf 14300Khz und 21400Khz,
wie gesagt würde ich mich jedoch gerne auch außerhalb dieser Netze bewegen.

Denkst du dass ist so möglich?

Gruß
Oli
Ja, vom Platz her ist das möglich. In Betracht käme ein U förmig aufgehangener Draht von insgesamt ca. 20m Länge.
Bei Verwendung des Automatiktuners sind ausserdem Radials als Gegengewicht erforderlich.
Ein Doppeldipol 20/15m ist ebenfalls unterzubringen, damit kann der Tuner entfallen.

Problematisch könnte es mit der Selbsterklärung werden was die Sendeleistung angeht.

Da ich von einem Rufzeichen ausging hätte es mich schon durchaus interessiert welches das ist, alleine deshalb um zu wissen mit wem ich ein qso habe falls wir uns auf einem der Bänder treffen.

73
Peter

DJ7WW
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Re: Amateurfunk an Bord und Zuhause

Beitrag von DJ7WW » 13. Aug 2019, 23:51

DF5WW hat geschrieben:
13. Aug 2019, 20:05
Ist das jetzt eigentlich Gang und Gäbe aus jedem ein Call herauspressen zu wollen ? Wenn jemand so zielstrebig
fragt wird er schon eine passende Lizenz haben und wenn nicht ist er alleine verantwortlich wenn es zu Repressalien
kommt.
Wie kommst Du jetzt auf Repressalien?
Wenn jemand Funkamateur ist und Kontakt aufnimmt möchte man schon das Rufzeichen wissen, mit "heraus pressen" hat das wohl ganz und gar nichts zu tun!

Wir glauben Dir Dein Rufzeichen auch...

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