Hohes Grundrauschen

Hier könnt ihr alles zum Thema Störungen z.B. durch Powerline schreiben.
DO1WH
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DO1WH » 10. Feb 2020, 12:34

DL9UO hat geschrieben:
10. Feb 2020, 09:56
Na dann frohes Heizen im Winter, oder ungeheizt: habe in den 60ziger Jahren so gefunkt: die Potis waren schwergängig, das einzige, was warm war, war die rechte Hand vom Morsen :mrgreen:
Ich kenne das auch schon aus meinem "ersten" Leben ;)

Aber ich sehe das ganz entspannt: Wir haben doch Klimaerwärmung, da werden wir bald nicht mehr heizen müssen :lol:
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db6zh
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von db6zh » 10. Feb 2020, 15:46

Hallo Joerg,
danke für's feedback, ist alles verständlich. Wir haben gemischte Heizung, d.h. ~100qm Fußboden (Teil vom Flur und Wozi 60qm). Das ist ganz angenehm, weil der Boden nicht "voll" aufgeheizt werden muß. Sind überall Heizkörper, auch im Wozi. Die Fußbodenheizung macht nur die Grundwärme und im Sommer die Kühlung. Die Fußbodenheizung ist sehr sehr träge und das Feintuning machen die Heizkörper. Ist jetzt OT, aber ..... Bei uns geht die nicht so dicht an die Wände, allerdings habe ich in deren Bereich nicht bohren müssen.

Zum Gartenhaus: wir haben mal in so einem Garten-Holzhaus in Kärnten Urlaub gemacht, 2 Pers. plus Schäferhund. Das ging super, geheizt mit einem Holzofen, wurde schnell warm. Holz isoliert auch recht gut, mußte nachts nicht geheizt werden. Wir waren im Frühjahr oder Herbst zur 0°bis +5° max Zeit da. Vielleicht will Deine XYL auch nur ihre Ruhe haben und wird Dich beim Damenkränzchen auf Dein Holz-QTH verweisen :-) . Zum Funken und Werkeln sicher eine gute Idee. Wirst vermutlich eine Baugenehmigung brauchen, aber zum freistehenden Masten vermutlich ebenfalls.

Schau mal was Dein Elektriker zur Erdung im Haus anbietet, vielleicht findet sich trotzdem da was.
ich hoffe, du hattest auch ein angenehmes Wochenende im Garten. Bei dem geilen Wetter war es wirklich wie Frühling :)
Das WE war heute früh kurz nach 5.00 zu Ende. Mordsgepolter auf dem Dach - Sabine hatte zwei meiner Abspannungen (SW-NNW) gekappt und die Reste (Spannschlösser) polterten auf den Dachziegeln. Bis 120km/h bin ich auch ohne noch einigermaßen sicher, aber .... die Aussichten dafür waren nicht so toll (aus der Nachbarschaft wurden Böen mit 130+ gemeldet). Wir habe im Ort wegen der Hopfengärten einen gut sortierten Baumarkt (ortsansässig). Um die Mittagszeit habe ich einen Föhneinbruch genutzt und provisorisch neue Seile gespannt. Da werde ich noch nacharbeiten müssen, aber erst mal sollte es das schlimmste verhindern. 10mm Polypropylen für 1300kp, erst mal nur per Schlaufe am Standrohr Oberlager abgefangen und ohne Spannschlösser an die Verankerung. Wir sitzen hier auf einer Hügelkuppe und ..... hat nicht gerade Spaß gemacht, zwischen den Böen auf den Mast und zum Anker, ansonsten volle Deckung hinter dem Dachfirst (im Innenwinkel L-Bungalow).

Jetzt nur mal gepostet, nachdem Du es eh' nicht mit Dächern hast und ...... so sieht es aus, wenn man kein Gartenhaus nutzt und den Mast auf's Hausdach packt. Gartenhaus .... Platz hätten wir, aber das Haus war eh' schon zu groß. Da wünsche ich Dir jedenfalls viel Erfolg, sicher eine gute Lösung.

73 Peter

DO1WH
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DO1WH » 10. Feb 2020, 16:50

Hallo Peter,
db6zh hat geschrieben:
10. Feb 2020, 15:46
Mordsgepolter auf dem Dach - Sabine hatte zwei meiner Abspannungen (SW-NNW) gekappt
...da war das schöne WE dahin... Naja, wenn du es schon wieder "geflickt" hast, ist ja erst mal gut.
db6zh hat geschrieben:
10. Feb 2020, 15:46
Wirst vermutlich eine Baugenehmigung brauchen, aber zum freistehenden Masten vermutlich ebenfalls.

Nee, dafür brauch ich zum Glück keine. Die max. überbaubare Fläche ist durch Haus und Carport nicht erreicht, da hab ich noch ca. 12m2 übrig - das sollte für das Gerätehaus ausreichen. Und der Antennenmast ist bis zu einer Höhe von 10m in Sachsen genehmigungsfrei. Da passt es alles.
db6zh hat geschrieben:
10. Feb 2020, 15:46
Das ging super, geheizt mit einem Holzofen, wurde schnell warm. Holz isoliert auch recht gut, mußte nachts nicht geheizt werden.
Mit einem kleinen Elektroheizer sollte es schon warm werden - der zweite Raum ist ja meist relativ klein.
db6zh hat geschrieben:
10. Feb 2020, 15:46
Schau mal was Dein Elektriker zur Erdung im Haus anbietet, vielleicht findet sich trotzdem da was.
Ich werde ihn auf alle Fälle fragen, was man machen kann - will ja bis zum Bau des Gerätehäuschen weiter funken ;)
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DF5WW
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DF5WW » 10. Feb 2020, 17:01

Hallo Jörg,

auch wenn das jetzt ein wenig OT ist .... Voirsicht mit der Aussage "Bis 10 m ist hier Mast ohne Genehmigung erlaubt".
Das gilt in fast allen Bundesländern bei denen das so ist nir incl. Antennen. Macht Du bspw. einen Rotor drauf und einen
Beam der noch ein wenig Rohrverlängerung benötigt bist Du schon über 10 m. Bei Vertikal auf dem 10m Mast dann
natürlich auch.

Es gäbe noch den Trick den Mast fest mit einem Gebäudeteil zu verbinden, dann zählen die 10m meist erst von dem
Punkt an wo der Mast die Dachhaut anfängt zu überragen.

;) ;)
73´s, Jürgen ;) ;)
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DO1WH
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DO1WH » 10. Feb 2020, 17:09

Hallo Jürgen,
jepp, ich weiß: die 10m sind incl. Antenne. Da ich derzeit aber nur einen Dipol daran aufgehangen habe, kein Problem.

Und es ist ein Alu-Teleskopmast - da will ich nicht wirklich eine Vertikal draufsetzen ;)

Für meine 2m/70cm- Antenne nutze ich einen anderen Mast. Der ist nicht mehr als 5m hoch - da komme ich auch nicht über die 10m ...
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DO1WH » 21. Feb 2020, 08:01

Hallo Allerseits,
kurzes Update zur Proplematik des "Hohen Grundrauschen":

Kurz zur Vorgeschichte:
Wir haben in unserem neugebauten Haus sogenannte "Brandschutzschalter" verbaut - wer mehr darüber wissen möchte, fragt einfach mal Google.
Leider haben wir das Problem, dass bei drei Stromkreisen in sehr unregelmäßigen Abständen die Sicherungen auslösen. Z.B. wenn ich die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher oder den Toaster anschalte (Stromkreis Küche), die Waschmaschine läuft (ein seperater Stromkreis) oder wenn ich den WLAN-Drucker anschalte bzw. dieser aus dem Standby-Modus "aufgeweckt" wird (Stromkreis Flur). Ich konnte keine "Regel" feststellen, nach der die Sicherungen ausgelöst haben. Z.B. Kaffeeaschine: In einer Woche kam 3-4 mal die Sicherung, dann wieder 4 Wochen garnicht. Dann innerhalb von einem Tag bei jedem zweiten Einschalten.

Also den Elektriker angerufen und das Problem geschildert. Gestern war er nun da und es ist folgendes rausgekommen:

Er hat sich bei der Firma Siemens (Hersteller der Brandschutzschalter) ein spezielles Messgerät ausgeliehen, um jeden einzelnen Stromkreis auf Störungen zu untersuchen.
Alle Stromkreise im Haus, auch die 3 betroffenen Stromkreise (Küche, Flur, Waschmaschine), waren ohne Fehler - außer die Wohnstube. Da hat das Gerät Fehler angezeigt. Also haben wir ein Gerät nach dem anderen aus der Steckdose gezogen. Beim PowerLAN-Adapter war die erste Reaktion des Messgerätes zu sehen. Klar, PowerLAN wird mittels einer bestimmten Frequenz über die Stromkabel betrieben. Dann waren aber noch beide Deckenleuchten sowie die im Stromkreis enthaltene Aussenlampe auffällig (bei jedem Einschalten gingen die LED-Anzeigen an). Also Lampen abgeklemmt - keine große Änderung. Nun waren alle Verbraucher vom Netz und es hat sich an der Anzeige nix geändert. :cry:
Dann haben wir alle anderen Sicherungen ausgeschalten - also war nur noch das Wohnzimmer noch am Strom, aber ohne Verbraucher. Störung war immer noch da. Rätselraten bei den beiden Elektrikern :shock:
Dann kam der Chef auf die Idee, den Stromkreis von der Heizung auszuschalten. Dieser ist ja komplett seperat abgesichert und unabhängig von den anderen Stromkreisen sowie mit einem Extra Zähler angeschlossen. Und siehe da: die Störungen waren komplett weg. 8-)
Ursache: Das Heizung-Thermostat in der Wohnstube brachte massive Störungen in die komplette elektrische Anlage. Diese HF-Störung hat sich scheinbar über die Verkabelung ins ganze Haus verbreitet - speziell in die mit Sicherungsauslösungen betroffenen Räume. Warum man diese Störungen nicht in den betroffenen Räumen angezeigt bekommen hat, konnte auch nach Rücksprache mit der Firma Siemens nicht geklärt werden.
Nach dem Austausch des Thermosat haben wir dann wieder Raum für Raum die Sicherungen zugeschaltet. Und siehe da: Aus einem Kinderzimmer kam wieder eine massive Störung :shock: Ursache war ein Billig-Sat-Receiver :( , den ich gleich mal in die Tonne gekloppt habe.

Nun war komplett alles im wörtlichen Sinne im grünen Bereich - nur die grüne LED leuchtete und es waren Null Störungen mehr festzustellen.

Als ich gestern Abend dann mein Funkgerät angemacht habe, stellte ich schon beim Betrachten des S-Meter fest, dass die Anzeige "nur" zwischen S5 und S7 leuchtete - anstatt wie vorher staändig bis S9+. Nachdem ich dann über die Frequenzen gedreht habe, war es dann auch sicher: das Grundrauschen war weniger und das "Geknattere" war weg. Sicherlich kommt noch von dem einen oder anderen Gerät ein gewisser Störnebel rein, aber das ist bei weitem nicht so schlimm wie das bisherige Geräusch. Der DSP filtert das schon ganz gut raus.

Man, man ,man,... auf so eine Idee musste erstmal kommen. Wir mit unseren KW-Funkgeräten hören ja die Auswirkungen solcher defekten Geräte. Aber wie will sowas ein "Normalo" ohne dieses Messgerät oder eines KW-Transeiver herausfinden?
Was ich jetzt mal in Angriff nehmen werde, um vielleicht noch andere "Störer" zu finden: Alle Stromkreise ausschalten und dann Einen nach dem Anderen wieder einschalten. Vielleicht bekomme ich so noch ein paar S-Stufen an "Störnebel" weg.

Was das hier ebenfalls aufgekommene Thema Geräteerdung bzw. Blitzschutz des im Garten stehenden Antennenmastes betrifft, hat er mir eine Firma empfohlen, die auf Blitzschutzmaßnahmen spezialisiert ist. Aber das ist ein anderes Thema und wird demnächst angegangen.


Sorry für den langen Text, aber ich wollte es ja auch so verständlich wie möglich machen. ;)
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DJ4RAM
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DJ4RAM » 21. Feb 2020, 10:56

S5 bis S7 hört sich schon mal nicht schlecht an, dafür dass noch keine ordentliche Stationserdung vorliegt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim finden und Abstellen von ggf. weiteren QRM-Quellen!

Ich wohne ja im Stadtgebiet und habe jede (!) Kabelverbindung zur Funkanlage verdrosselt. Das sind wirklich sehr viele Kabel, so dass Amidon, Würth & Co. sich eine goldene Nase an mir verdient haben, hi ... und trotzdem beträgt mein Grundrauschpegel auf 80m um 03:00 Uhr nachts laut Spektrum ca. -105 dBm, sonst eine Stufe mehr, also an der Schwelle zu -100 dBm, sprich: zwischen S4 und S5.
Vy 73 de Sharam DJ4RAM

db6zh
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von db6zh » 21. Feb 2020, 20:53

Herzlichen Dank für den Bericht. Den werde ich meiner Sammlung einverleiben, bzw. aufheben (Sammlung ist etwas übertrieben). Wir hatten ja schon die kuriosesten Fälle, und wegen einem bestimmten Fall würde ich Dir noch einen Rat geben - muß nicht gleich sein, aber.......

Nachdem Dein Haus ja schon bestens vermessen wurde: wenn Du öfter Sicherungsauslösungen unter Last hattest, können die Sicherung durch "Abbrand" einen erhöhten Übergangwiderstand haben (bis zur "Mini-Funkenbildung"). Das kann der Elektriker "zerstörungsfrei" mit einer Schleifenmessung nach VDE 0100 recht schnell feststellen. Bei dem Stichwort weiß der, was gemeint ist. Ich müßte erst wieder suchen, aber damals war das m.W. ein Steckdosen-WLAN, (bei DL3BAA), der nur an einer ganz bestimmten Steckdose nicht ging. Da war es auch ein "vermanschter" Sicherungskontakt (Automat im Sicherungsschrank), auf dessen Störungen der WLAN nicht mehr wollte, wurde auch erst auf diese Art gefunden.

Theoretisch könnte so etwas auch Dein Grundrauschen verursachen. Die Messung ist unkompliziert, aber nur E-Fachmann und spezielle Meßgeräte bzw. Meßverfahren. Wie gesagt, kann sein, muß aber nicht, das ist halt ein etwas heimtückischer Fehler. Vielleicht wurde das aber bereits mit gemessen (wäre eigentlich bei den drei bisherigen Stromkreisen mit strapazierten Sicherungen fast schon eine Pflichtmessung.

73 Peter

dl5mg
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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von dl5mg » 22. Feb 2020, 13:19

DO1WH hat geschrieben:
21. Feb 2020, 08:01
Beim PowerLAN-Adapter war die erste Reaktion des Messgerätes zu sehen. Klar, PowerLAN wird mittels einer bestimmten Frequenz über die Stromkabel betrieben.
Als Funkamateur verwendest Du Power Lan zu Hause ?
Ich dachte immer, das wäre die größten QRMer für die Kurzwelle...
Und das tust Du Dir freiwillig an ?
Bei Power Lan wird ja nicht nur eine bestimmte Frequenz benutzt, sondern ein ganzes Spectrum !
Und genau dadurch werden ja große Bereiche der Kurzwelle zugemüllt.
Die Dinger sollen zwar die AFU Segmente im Kurzwellenbereich ausnotchen, sprich nicht verwenden.
Aber ob die das wirklich immer so tun, lasse ich mal dahin gestellt.

73 de Frank

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Re: Hohes Grundrauschen

Beitrag von DL3FOX » 22. Feb 2020, 13:47

Hi,
bei mir ist 80m von 3,7 bis3,8 MHz ausgenotcht..der untere Bandbereich ist weiter verseucht...also nix glauben was die Powerline Faker einem alles erzählen :(((((

Nur nachmessen zählt.

73 de DL3FOX Uwe

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