Amateurfunk einst und jetzt

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Funkonaut
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von Funkonaut » 14. Mai 2019, 16:58

Hallo Lurchi ;)
Schön, dass es noch einige gibt, welche unsere zukünftigen RentenZahler zu "anderen Sachen" anleiten, um damit den Evolutionsfortschritt des aufrechten Ganges zu erhalten. Der Rückschritt der nach vorne gebeugten Haltung setzt sich ja immer mehr durch, da die meisten Kiddys ja nur noch auf's Smartphone schauen können.
Das mit dem Knallgas kenne ich aus der Vergangenheit auch. Eine Batterie, Zündkerze und alts Zündspule hat ja jeder DIYer übrig (oder kann sie sich beim Schrott besorgen) Die Begeisterung ist groß und man kann gar nicht schnell genug für Gasnachschub sorgen. Am nächsten Wochenende taucht die halbe Klasse zu Schießübungen auf.
Für ebenfalls Interessierte, welche ihren Horrornachwuchs einen ganzen Nachmittag beschäftigen wollen hier der Link->
https://www.youtube.com/watch?v=sWSdnRd-20g
(Den Generator bauen geht auch etwas einfacher, wenn man nicht auf Schönheit achtet) !-da sind noch andere Beispiele)
Eine defekte Mikrowelle, bei der der Trafo noch o.k. ist suche ich auch gerade, da ich daraus ein Punktschweißgerät bauen möchte. Geht ganz einfach-bei Interesse poste ich es gerne nach. (Wir sind ja hier bei Sonstiges, da werden dem Admin ja nicht gleich die Haare ausgehen ;) )
Da ich die von Dir genannte CT nicht habe, musst Du mir auf die Sprünge helfen, was mit Jakobsleiter gemeint ist?
Ich assosziiere "Jakobsleiter" mit irgenwas Religiösem. Das meinst Du aber sicherlich nicht.
Also reich mal den Tipp rüber!
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elektrolurch
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von elektrolurch » 15. Mai 2019, 08:39

Hier ein Beispiel, beim googeln gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=93KdbrdMexc

Wobei sich der Erbauer dieser Jakobsleiter anscheinend um den "Darwin Award" bewirbt...so "hemdsärmlich" würde ich das lieber nicht machen.

Ich fand den Bauvorschlag in CT übrigens nicht gut. Der Vermerk dass es "absolut Lebensgfährlich ist", und nur ein "ausgebildeter Hochspannungstechniker" das nachbauen sollte, hilft auch nicht viel. Das macht der Verlag nur, um sich von Schadensansprüchen freizustellen.

In einer älteren Ausgabe beschreiben sie wie man mit ca. 20 Kondensatoren a' 2000 uF / 450 V, geschickt in Reihe und parallel geschaltet und nem mehrer 1000 A Thyristor eine Art magnetisch Kanone baut. Auch mittels 2 KV Trafo und Diode aufgeladen.

Wir bauen viel selber, Dampfmaschine, Sterlingmotoren in verschiedenen Ausführungen, sind schon entstanden, alles mögliche.

Der Jüngere programmiert fleissig uC's, RasPi, hängt Motortreiber dran, um irgendwelche Zeugs anzutreiben, usw.

Der Ältere hat nen 3D Drucker dauernd am Rattern, war ein Bausatz den er selber noch erweitert hat, er hat eine CAD Software die seine eigenen Entwürfe direkt den 3D Drucker ansteuert, unmengen Teile schon konstruiert und gedruckt.

Blöderweise rattert sein 3D Drucker im Keller meistens dann, wenn ich gerade mal Zeit hätte auf die Bänder zu gehen, ich sitz dann in einer übelriechenden Gaswolke..

Ich weis nicht, ob man wirklich ein Punktschweissgerät mit einem Mikrowellentrafo bauen kann, dieser hat zwar den bei Schweissgeräten üblichen Streufeldanker, aber er hat hohe Spannung / geringen Strom, beim Schweissen benötigt man das umgekehrt.

73, EL

Dell55neu
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von Dell55neu » 15. Mai 2019, 11:12

elektrolurch hat geschrieben:
15. Mai 2019, 08:39
Hier ein Beispiel, beim googeln gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=93KdbrdMexc


73, EL
Das Video ist nicht mehr verfügbar....
73, Helmut

dl3lk
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von dl3lk » 15. Mai 2019, 11:29

Doch ...
ist verfügbar. Gerade angesehen.

Dell55neu
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von Dell55neu » 15. Mai 2019, 11:38

Dann ist es mein Werbeblocker, der das verhindert? (möglicherweise zu recht) :mrgreen: :roll:
73, Helmut

elektrolurch
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von elektrolurch » 15. Mai 2019, 12:17

Bei mir läufts immer noch ohne irgendeine Werbung, 73 EL

elektrolurch
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von elektrolurch » 15. Mai 2019, 12:25

Oh, das Video danach, hab ich noch garnicht gesehn, man nehme gleich 3 MOT's ...

https://www.youtube.com/watch?v=8SqPOlfu7Jc

Er hat das optimiert. Wesentlich profesionellerer Aufbau.

Mein neuer Favourit für den "Darwin Award"

73, EL

Funkonaut
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von Funkonaut » 16. Mai 2019, 00:03

Wrbeblocker sind ja gut, aber manchmal lernt man doch noch etwas dazu, wenn man sich auf den "Dunklen Seiten" informiert, wobei unser Thema ja nicht zum Darknet gehört. (Habe bei Tor gerade gesehen, dass ich für 20,-€ -> ! 5 ZwanzigerScheine (Wert 100.-€) kaufen kann.
Warum mache ich es eigentlich nicht ?? ;).... 8-)

Ja, alles klar. Ich wusste nur nicht, dass es Jakobsleiter heißt. Toll wie lässig die mit der Hochspannung umgehen. Wie ich schrieb, bin ich ja dafür, unseren Nachwuchs frühzeitig an die Gefahren heranzuführen, aber mit der Jakobsleiter wäre auch ich etwas vorsichtiger.
Ich wollte mir so ein Teil mal bauen, weil bei mir innerhalb kurzer Zeit zweimal eingebrochen wurde.
Habe mir deshalb die bekannten Infrarotsensoren an alle 4 Ecken montiert, und da die "Täter" teilweise den 3 Minuten Alarm abwarten und dennoch zugreifen, gedacht, dass ich als kleine Demo da so ein paar Funkenstrecken ablaufen lasse. Das würde ja einen zusätzlichen Abschreckungseffekt haben.
Bei Nachbarschaftsgesprächen wurde ich informiert, dass dies verboten wäre. Daraufhin wollte ich von Conrad so ein kleines Handgerät kaufen (bekommt man gegen Ausweis-Vorlage), und dieses mit der Türklinke verbinden, in der Hoffnung, dass der Täter beim heftigen Schlag seine weiteren Aktivitäten woanders hin verlagert. Conrad sagte ich solle zur Beratungsstelle der Polizei gehen (haben wir hier) wo ich informiert wurde, dass "C" mit dem Hinweis recht hatte. Der Täter könnte ja einen Herzschrittmacher haben, und ich wäre dann haftbar, da dieser Aktivschutz verboten wäre! Mein folgender Gedankengang war dann die Tesla-Säule um eine optische Hochspannungswarnung zu demonstrieren. War mir dann doch etwas zu aufwändig. Habe jetzt noch ein paar andere Ideen, die aber noch der "Reifung" warten.

Das Punktschweißen geht einfach. Beim Trafo aus der Mikrowelle wird die Sekundärwicklung abgezogen und durch zwei Windungen dicken Kabels ersetzt.
Man kann dann auch Accus mit den Edelstahllaschen anpunkten. Mit den vielen Tips des Lötens (Öl als Oxidationsverhinderung etc.) hatte ich nur negative Erfahrungen gemacht. Hier der Link-da sind einige Tips im Netzt, basieren immer auf dem Mikrowellentrafo.
https://www.youtube.com/watch?v=hTaGa93lOGU
https://www.youtube.com/watch?v=clK097OiH9Y
Der Tip, sich beim Receycling-Hof der Stadtreinigung eine altes Gerät zu besorgen funktioniert (zumindest in Berlin) nicht. Die geben nichts raus. Auch wenn man Kaffeekasse erwähnt oder so, sagen die es wäre verboten und sie werden kontrolliert.
Deshalb bin ich noch auf der Suche.
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elektrolurch
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von elektrolurch » 16. Mai 2019, 08:22

Funkonaut hat geschrieben:
16. Mai 2019, 00:03
Wrbeblocker sind ja gut, aber manchmal lernt man doch noch etwas dazu, wenn man sich auf den "Dunklen Seiten" informiert, wobei unser Thema ja nicht zum Darknet gehört. (Habe bei Tor gerade gesehen, dass ich für 20,-€ -> ! 5 ZwanzigerScheine (Wert 100.-€) kaufen kann.
Warum mache ich es eigentlich nicht ?? ;).... 8-)


Das Punktschweißen geht einfach. Beim Trafo aus der Mikrowelle wird die Sekundärwicklung abgezogen und durch zwei Windungen dicken Kabels ersetzt.

Der Tip, sich beim Receycling-Hof der Stadtreinigung eine altes Gerät zu besorgen funktioniert (zumindest in Berlin) nicht. Die geben nichts raus. Auch wenn man Kaffeekasse erwähnt oder so, sagen die es wäre verboten und sie werden kontrolliert.
Deshalb bin ich noch auf der Suche.
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Ja, hab beim googeln nach "Jakobsleiter" auch schon gesehen, was die mit MOT's alles machen, Sekundärwinklung runter, 4 WDG 10 Quadraht Litze drauf...fertig.

Brauchst halt eine Flex um die Schweissnaht am E - Kern aufzubekommen.

Wenn du den Streu-Kern wieder einfügst ( meistens wird der entfernt ) ists sogar kurzschlussfest, der Trafo ist dann "Spannungs - weich" also tendiert zu Stromquelle. Kann fürs Schweissen besser sein, beim Lichtbogenschweissen z.b. werden jedenfalls Trafos mit einstellbaren Streukernen eingesetzt, um die I-U Kennlinie des Trafos einstellbar zu machen.

Sperrmüll:

Da bekommst du bei uns nichts. Auch Ärger mit der XYL ist vorprogrammiert, wenn du mit mehr wiederkommst, wie du hin bist.

Hab mal die zerlegten Überreste einer Spülmaschine hingebracht. ( klar, die Pumpe die die Sprüharme antreibt, haben wir in unserem "Bastelwahn" dringend gebraucht. )

Ein riesen - Geschrei beim Sperrmüll, "was das soll" sie nehmen nur komplette Geräte..usw...

Die Waschmaschine ein paar Jahre später hab ich dann einfach wieder zusammengebaut, ohne Motor und Laugenpumpe.

Ein Wama Motor ist eine Gleichstrom Maschine mit getrennt herausgeführter Anker und Eregerwicklung. Sowas gibt man doch nicht weg.

( Die Mikrowelle hab ich übrigens auch wieder zusammengebaut, bevor ich sie hingebracht hab, Hi)

73, EL.

HB9EVI
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Re: Amateurfunk einst und jetzt

Beitrag von HB9EVI » 16. Mai 2019, 08:42

Oh, dann ist Müll für die nicht gleich Müll.

Das ist mir hier noch nicht untergekommen, dass beim Elektrorecycling gemotzt wurde; das meiste, was ich dorthin bringe, sind Computerkomponenten, aber eher selten ganze Computer.

Zurückbringen darf ich auch nichts; deswegen lass ich meine XYL gleich selbst den Elektroschrott dort absetzen; dann gibt es zumindest keine Diskussionen; wenn es nach ihr ginge, wäre ohnehin 3/4 der Werkstatt recyclinghoffähig.

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