Zweikreiser im neuen Gewand

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db6zh
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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von db6zh » 31. Mär 2021, 15:15

Ich suche im Moment noch nach Tips o.ä. , d.h. Erklärungen, eine Art Briefing, wie man mit Röhrenkennlinien arbeiten kann. So eine Art vereinfachtes Kochbuch für Einsteiger. Also Lesen der Kennlinien und zeichnen der Arbeitsgeraden. Das ist etwas schwierig in wenigen Worten zu erklären und ich will nicht zig Seiten kopieren und zusammenstückeln. Ich lade mal einen Zusammenschnitt hoch, den ich relativ oft benutzt habe, wenn man von Röhren Oldies keine Kennlinien hat. Ist manchmal auch hilfreich, wenn man im Zuge einer Reparatur etwas anpassen muß. Es gibt im Netz den einen oder anderen Artikel, aber nicht so richtig für Einsteiger.
berg-mathe136.gif
Das Kapitel ist aus Fritz Bergtold, Mathematik für Radiotechniker und Elektroniker, Franzis Verlag München, 1. Auflage 1958. Das Beispiel im Buch ist für Pentoden. War noch die Zeit der Logarithmentabellen und Rechenschieber, Bleistift und Papier :-) . BTW: Bei den ganz alten Röhren lagen die Kennlinen auf Beipackzettel in der Röhrenschachtel. Ansonsten hatte "man" als Nicht-Profi RöhrenTabellenTaschenbücher. Meine übrigens scans lade ich später auf meine Homepage und poste hier die Link.

73 Peter
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Mira
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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von Mira » 5. Apr 2021, 17:58

Ich habe nun die Haupt-Baugruppen HF-Verstärker, Audion und Endverstärker aufgebaut.

Die Endstufe liefert etwa 1,125 W an 8 Ohm ab 200-300 Hz etwa; die tieferen Bässe werden verzerrungsfrei mit maximal 500 mW ausgegeben.
Es liegt an der niedrigen Versorgungsspannung (78 V).
Und die Röhrenendstufe reicht dicke aus; brauche keinen externen Transistor-Vorverstärker.


Diese 3 Haupt-Baugruppen werde ich auf ein Chassis montieren. Dann bleibt unten Raum für die Regelung und die Spitzenwert-Anzeige - eventuell auch für einen größeren Speaker. Der kleine 0,5 W - Speaker ist nur als Kontroll-Lautsprecher gedacht.
Netztei wird separat sein.

Anbei Fotos
73 Mira
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db6zh
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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von db6zh » 5. Apr 2021, 22:35

Danke für das Feedback, sieht sehr gut aus. Ich lade im Laufe der Woche ein paar Scanseiten auf meine Homepage und poste hier.
73 Peter

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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von HB9EVI » 6. Apr 2021, 12:25

Die ELA Transformer sind sicherlich nicht das Gelbe vom Ei, aber ich hab bei meinen Röhrenexperimenten auch auf solche zurückgegriffen; sie sind eine einfache, günstige und vorallem auch leicht verfügbare Option.

ansonsten: tolle Arbeit!

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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von Mira » 6. Apr 2021, 13:22

Vielen Dank :)

Tja; ein Hammond AÜ mit 5 Watt kostet etwa 40 Euro; nicht mal HiFi-Klasse. Und die HiFi-Klasse ab 70 Euro.
Und mein Visaton kostete ungefähr 12,50 Euro und macht einen -3dB-Frequenzgang von 20-20 000 Hz; dies bestätigt auch meine Tongenerator-Messung.

73 Mira

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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von HB9EVI » 6. Apr 2021, 18:45

ich hab mal beim blauen C nen Stapel noname ELA Trafos gekauft; ohne auch nur zu messen, behaupte ich, dass der Visaton besser ist ;)

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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von Mira » 9. Apr 2021, 20:23

Heizspannungsnetzteil und Regelung/Spitzenwertanzeige sind nun auch fertig.

73 Mira
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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von DL8YEV » 10. Apr 2021, 21:00

Mira hat geschrieben:
6. Apr 2021, 13:22
...Tja; ein Hammond AÜ mit 5 Watt kostet etwa 40 Euro; nicht mal HiFi-Klasse. Und die HiFi-Klasse ab 70 Euro...
Die Hifi-Übertrager haben ineinander verschachtelte Primär-und Sekundärwicklungen. Das ist für die Übertragung hoher Frequenzen ein Vorteil. Wenn der Visaton-Übertrager ordentlich arbeitet, ist doch alles gut.
Mit 1 Watt Nf-Leistung kann man ja sehr gut Radio hören.
Die heute gefertigten (hochwertigen) Übertrager sind oft besser als ihr Ruf. Die Isolation zwischen den Trafoblechen ist heute viel dünner, ebenso die Isolation der Windungen. Dadurch erhält man eine deutlich höhere Magnetisierung des Kerns und kommt auch bei einem "normalen" Übertrager viel weiter als das früher der Fall war, weil man schlicht weniger Windungen benötigt.
Bei alten Übertragern muss man auch sehr genau hinschauen.
In den Röhrenradios hat man gerne einen etwas kleineren EI-Kern verwendet. Damit sank die Verstärkung bei 100Hz schon mal um 6dB ab.
Das führte bei den einfachen Netzteilen zu einer gewünschten höheren Unterdrückung der Brummspannung.
Schönes Wochenende, 73 André

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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von Mira » 10. Apr 2021, 23:26

Hallo Andrè,
ich bin mit meiner Endstufe, und dem RX überhaupt, sehr zufrieden.
Die Empfangsbandbreite ist 3,3 bis 14,7 MHz mittels schaltbarer Cp`s.

Wäre faktisch alles elektrische fertig; fragt sich nur noch, ob ich Filter einbauen soll, oder es lasse.
Bis jetzt habe ich noch keine Filter vermisst. Vielleicht liegt das an der extrem schmalbandigen Ringkernspule am Eingang.

Dir auch ein schönes WE
73 Mira
Zuletzt geändert von Mira am 12. Apr 2021, 00:07, insgesamt 1-mal geändert.

db6zh
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Re: Zweikreiser im neuen Gewand

Beitrag von db6zh » 11. Apr 2021, 11:05

Eigentlich waren bei den Audionempfängern Filter nicht üblich. Man baute evtl. in der NF noch Begrenzer ein ("hochgelegte" Diode, scanne morgen Beispiele ein, heute Besuch im Haus, den Enkel nach langer Zeit wieder), auch war in der NF-Koppelung eine Begrenzung der Frequenz auf Sprachbereich üblich. Letzteres habe ich noch in den 70ern als Mod in den RX meiner Trio-Line eingebaut. Die Sprachverständlichkeit wird besser, wenn man die hohen Rauschfrequenzen abschwächt. (Kannst Du ja so aufbauen, daß für Musik überbrückt wird.)

Gratuliere zum Erfolg und auch den sauberen Aufbau. Zum Upload meiner übrigen Scans bin ich noch nicht gekommen.

73 Peter

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