Doppelsuper im Chassis

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Mira
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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 30. Mai 2020, 21:34

Der VFO ist eingebaut.

Bliebe noch eventuell ein weiterer Drehko zur Feinabstimmung, wie auch eventuell eine C-Diode für eine DAFC-Ankopplung.

Vielleicht werde ich erst mal das Mechanische angehen, und den VFO auf einen stabilen Aluwinkel montieren, mitsamt eines Feintriebs.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 5. Jun 2020, 15:01

Hallo,

dies ist nun der einbaufertige VFO. Es gab noch einen Edit mit TK-Kondensatoren.

In Zahlen heißt dies: Nach einer Aufwärmezeit von 12 Minuten hat der VFO fast NULL Drift.
Kann sein, dass minimale Änderungen bei CW zu hören sind; doch dies ist nicht mal ein musikalischer Halbton audio-mäßig.

Damit werde ich den VFO ohne DAFC einfach nur noch einbauen müssen.

Anbei zwei Ansichten des noch provisorisch eingebauten VFO`s.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 10. Jun 2020, 16:03

Dies ist ein weiterer Bauschritt.

Der VFO ist nun im Melallgehäuse eingebaut, und wartet auf Abstandsbolzen zur Befestigung der Frequenzanzeige.
Dann muss ich den Ausschnitt für letztere sägen.
Beabsichtigt habe ich noch, die Ausgangsbuchse in einen HF- dichtes Gehäuse einzubauen.
Störstrahlung wäre dann nur über die Anzeige möglich; und die HF ist dort etwa 50mVss.

Damit hätte ich bezüglich Störstrahlungsdämpfung ein Novum erreicht.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 12. Jun 2020, 23:22

Voila!

Der Empfänger ist fertig :)

Ein kleiner Piep beim Einschalten, und auch von AM auf SSB schalten stört mich nicht.
Der VFO ist ultra-stabil; und der RX macht mir jede Freude.

Störstrahlung ist minimal; in etwa wie jeder normale, analoge Taschenempfänger.
Einbau des Hauptteils in ein Holzgehäuse folgt.

Anbei ein Foto der Anlage.


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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 17. Jun 2020, 22:06

Habe meinen VFO wie vorgehabt editiert, und eine gute BNC-Buchse (Huber & Suhner) in ein Abschirmgehäuse gepackt und zwei Zuleitungen gelegt.
Die erste kommt vom VFO und geht direkt an die BNC-Buchse (Ausgang), und die zweite Zuleitung kommt auch von der BNC-Buchse; geht aber in einer zweiten Kammer in einen Teiler 4,7K in Serie /330 Ohm nach Masse - zur Frequenzanzeige.

Mit diesen Maßnahmen geht eine 44,1 MHz Grundwelle fast nicht bis zu meiner Wohnungstüre; und eine 432 MHZ-Oberwelle kaum bis zur Zwischen-Glastüre im Hausflur.

Das heißt; hier geht kein Krümelchen nach draußen und auch nicht zu irgendwelchen Nachbarn :)

Anbei eine letzte Innenansicht des VFO.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 7. Jan 2021, 21:51

Der VFO hat nun seine DAFC bekommen.
Damit ist die technische Seite des Empfängers fertig.

Nun bleibt nur noch der Einbau des Empfänger- Hauptteils in ein Holzgehäuse :)

Edit 09.01.
Die DAFC arbeitet mittlerweile excellent und "friert" sozusagen eine eingestellte Frequenz ein. Beim langsamen Heraufregeln der Feinabstimmung am VFO bleibt die Frequenz fast konstant, weil die DAFC gegenregelt. ich glaube, dass es kaum besser geht.
Letztendlich erbrachte eine Verkleinerung des Koppel-C an der Varicap von 2pF auf 1pF das gewünschte Ergebnis.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 25. Jan 2021, 18:50

Leider war es mit den bisherigen Edits nicht genug.

Im Endeffekt habe ich die DAFC-Taktung auf vier Hertz erhöht, und das Loop-Filter mit 60M/39,4uF bemessen. Das habe ich mit Steckbrücken-Technologie gelöst.
Die Varicap habe ich über 1,2pF an den Drehkondensator angekoppelt.

Die Ergebnisse sind nun wirklich klasse, und der RX ist bis 18,168 MHz stabil.

Das 15m Band hat leichten Drift nach unten; es könnte auch sein, dass das 74LS90 hier nicht mehr ganz mitkommt; es sind bei 21,45 MHz Empfangsfrequenz immerhin 43,3 MHz Taktsignal am Eingang; und bis 42 MHz soll das gut arbieten. Und bei 21,450 MHz driftet der VFO stark nach oben - dies wäre eigentlich schon ein Zeichen für die nicht mehr zu verarbeitende Oszillatorfrequenz am IC.

Letztendlich müsste ich eine neue DAFC aufbauen, mit einem 74S112, das 100 MHz verarbeiten kann - aber dazu habe ich keine Lust.
Ich sehe das Projekt als abgeschlossen. Ein NF CW-Filter wäre als externe, vierte Komponente machbar; aber das lasse ich mir offen.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 28. Jan 2021, 21:23

Doch noch Arbeit....

Nun ist ein Impedanzwandler für die Ansteuerung der DAFC in das Oszillatorgehäuse eingebaut.
Dies verhindert Rückwirkungen.
Ich hatte nämlich Probleme mit schnellen, willkürlichen Frequenzsprüngen im 300-400 Hz-Bereich.

Vormals war die DAFC über ein Widerstandsnetzwerk 150 Ohm in Serie und 470 Ohm nach Masse am Ausgang des Ringmischer-Treibers angeschlossen.

Dies hatte allerdings die Ausgangsspannung etwas runtergezogen. Und das hat vermutlich nichtlineare Verzerrungen mit sich gebracht, und auch Rückwirkungen zum Oszillator gehabt.
Mit dem Impedanzwandler ist es nun wunderbar. Zusätzlich habe ich das 74LS90 gegen das 74HC93 getauscht, und den 0,6pF an der Oszillatorspule entfernt.
Der RX geht nun bis 24,0958 MHz und ist stabil. Anbei ein Foto des Einbaus.

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von DL3LK » 29. Jan 2021, 09:54

👍

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Re: Doppelsuper im Chassis

Beitrag von Mira » 8. Feb 2021, 19:19

Und es war doch noch nicht vorbei....Die Frequenz sprang zeitweilig wie ein Wiesel.

Aktuell habe ich eine kleine Anpass-Schaltung für die DAFC gemacht; mit einer leistungsarmen Ansteuerung.
Die Schaltung war eine Anregung aus dem Netz mit einem BF247C; doch mit dem hat sie nicht richtig funktioniert. Ab 35 MHz ging die Ausgangsspannung zunehmend in die Knie.
Mit einem J310 und etwas kleineren Source-Widerstände am Fußpunkt des Doppellochkerns ging die Sonne auf.
Aktuell ist ein BN-61 2402 drin, und der J310 bekam zwei Dämpfungsperlen (Drain und Gate).
Die kleine Schaltung fand Platz hinter der senkrechten Platine des Mischertreibers im VFO-Gehäuse.
Zudem habe ich die DAFC in ein Abschirmgehäuse gepackt.

Tests laufen noch - bis jetzt sieht es gut aus; aber mal schauen.

Edit: Die 4Hz-Taktung taten der DAFC nicht gut. Habe auf 2Hz umgestellt, und zudem die Ankopplung an den J310 mit 22pF gemacht.
Jetzt bekomme ich am 74HC93 4Vss am Bandanfang (21,4MHz), und 3Vss am Bandende (45,4MHz).
In beiden Fällen stehen 5V Rechteck an Pin 11/14 des HC93.
Habe gerade CW auf 160m laufen; ist stabil.

Edit: Bleibt aber nicht stabil. Loop-Filter auf 30+4,7+10uF gesteckt; CW leichtes Jaulen. Könnte nochmals 4,7 uF dazu stecken.

Ich hätte noch eine Möglichkeit: Ich baue die DAFC ab, und heize temperaturgeregelt den VFO z.B. mit einem Heiztransistor.

Edit: Habe wegen einer defekten Varicap den VFO komplett zerlegt. Habe zuest noch den ersten J310 getauscht, dann die ganzen Schwingkreiselemente dichter gebaut; aber es wollte nicht aufhören mit plötzlichen Frequenzsprüngen. Als ich die Varicap ablötete, hörte es auf, und kam bei einer neuen Varicap nicht wieder. Vermutlich hatte sie einen Hitzeschaden bekommen, als ich am Optimieren war - wegen der ganzen Herumlöterei.

Aber ich habe nicht aufgegeben :)

Die Taktung der DAFC ist aktuell 4Hz, und das Loop-Filter hat 60M/49,4uF. CW ist stabil.

Anbei Bilder

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