VLF-Empfänger

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 23. Dez 2018, 21:26

Also wenn schon zählen..dann auch richtig ;))
Gerade wenn man 500 HZ CW Filter drinnen hat möchte man schon treffen..
Wenns geh den Zähler in ne eigene Blechdose packen. Platz kannst du im Gehäuse ja schon mal vorsehen.

73 de DL3FOX Uwe

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 28. Dez 2018, 22:36

So, es geht weiter.

Ich hatte ja einen Ringkern bewickelt und so abgestimmt, dass ich möglichst nahe in den Bereich komme, den ich abdecken will. Doch hier war die Induktivität gemein zu mir. 36 Wdg und ich lag zu tief, 35 Wdg und ich lag zu hoch.

Von einem Funkfreund habe ich jetzt eine schöne, kleine, einstellbare Spule bekommen, mit der ich den benötigten Bereich um die 60µH genau abdecke. Morgen wird die Platine abgeändert und die Spule eingelötet. Dann bin ich mal gespannt, ob sich mein Wunsch erfüllt und ich tatsächlich von 16.5 KHz bis 138 KHz komme. Müsste rein rechnerisch genau reichen.

Es bleibt spannend!

Gruß
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 31. Dez 2018, 12:52

Vollzug!
:D
Die von mir bewickelte Ringkernspule hat zwar funktioniert, aber der Abstimmbereich passte ja nicht. Über das QRP-Forum habe ich dann eine passende Spule bekommen, die, etwas modifiziert, dann in dem Bereich abzustimmen ging, wie ich wollte. Allerdings hatte die das Raster 7 x 7mm an den Beinchen, für die ich zuerst Löcher bohren musste. Aber es ging alles gut und mit etwas Drahtbrücken war der Aufbau nach kurzer Zeit fertig. Mit dem Signalgenerator dann ran an den Abgleich.

Yes, es passt! Ich kann von 15Khz bis fast 150 Khz abstimmen! Genau mein Ziel, ich wollte ausser SAQ auch noch das Langwellenband bei 137Khz erreichen. Erfolg auf ganzer Linie. Und das Gehäuse habe ich auch schon angefangen, das passt auch top!

Hier die fertige Platine im Anhang.

Gruß zusammen
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 6. Jan 2019, 16:40

Gestern schon alles in das Gehäuse eingepasst und ausprobiert. Soweit sieht das richtig gut aus!
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Der Halbkreis ist die Skala, die dann durch eine Öffnung im Deckel abgelesen werden kann.

Was etwas tricki war, die Welle des Drehkos. Ich hatte das Loch für die Welle etwas zu klein gebohrt und so berührte diese immer wieder das Gehäuse, wenn man am Abstimmen war. Einmal krachte dieses in den Ohren, andermal verstimmte es den VFO. Also nochmal den Drehko raus, das Loch ordentlich aufgebohrt und alles wieder rein.

Die Antenne wird noch getauscht. Diese ist starr und vor allem unglaublich schwergängig. Hier überlege ich mir, entweder eine Antenne mit Knickgelenk einzubauen oder eine gewinkelte Buchse, in die ich dann die Antenne einstecken kann. Zum Transport wird dann die alte Öffnung verwendet, die dann als "Lager" dient.

Aber alles in Allem ein tolles Projekt und der Empfänger funktioniert richtig gut. DCF77 wird richtig laut empfangen. In den nächsten Tagen, wenn der Regen mal wieder nachlässt, gehe ich aus dem Haus und mache dann auch den restlichen Abgleich.

Der Frequenzbereich ist übrigens jetzt genau von 15KHz bis 139,5 KHz.

Gruß
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 7. Jan 2019, 13:24

Hi Stefan,
sieht schon ganz gut aus ;)

Wenn man mit ner Whip Antenne arbeitet sollte der Antennenstab wenig Kapazität gegen das Gehäuse haben sonst hast du da schon einen kapazitiven Spannungsteiler.

Ich würde da einen Antennenstab auf die Buchs stecken und innen gleich den Verstärker ran. Alternativ 50 cm Litze durch ein kleines Loch ins Gehäuse.

Einen innenliegende Stabantenne zum ausziehen wird nich ganz optimal sein.

Hast du dir schon mal überlegt wie du saq findest bei 120 Khz Tuningbereich auf 180 Grad Winkel ?
Bei 137 KHz brauchst du auch einen CW Filter um überhaupt was mit dem Band anzufangen da es von starken Kommerzsendern flankiert wird.
Ich schlage 2 Abstimmbereiche vor. 10-30 Khz ( Alphas bis Gewitter Peilbereich) und einmal so 4 khz rum um 137 KHz.

73 de DL3FOX Uwe

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 7. Jan 2019, 13:37

Hallo Uwe,
der Vorschlag für 2 Abstimmbereiche ist eine weitere Ausbaumöglichkeit. Jetzt aber erst mal langsam... :D

SAQ finden geht eigentlich recht gut, wenn ich das so mit dem Bild auf dem SDR vergleiche. Der Drehko hat eine gute Untersetzung, sodass ich an dem Knopf sehr feinfühlig abstimmen kann. DCF77 z. B. ist zielsicher zu treffen. Die 137KHz sind jetzt mal spaßhalber mit dabei. wenn die nicht ganz passen bzw. nichts empfangen, ist das nicht so wild. Dann kann man immer noch weitermachen.

Was unterscheidet die 50cm Draht durch ein kleines Loch gegenüber der eingebauten Teleskopantenne? Das Prinzip, schätze ich mal, dürfte auf das Selbe rauskommen. Funktionieren tut es soweit schon mal sehr gut. Ich habe sogar das Gefühl, ich muss die Verstärkung im Eingang noch einen Ticken zurücknehmen. Ich habe übrigens keine Miniwhip eingebaut, sondern das ist ein Schaltplan mit Eingangsverstärker, der vom Autor genau so konzipiert wurde. Das mit der kapazitiven Kopplung prüfe ich jedoch noch mal.

Gruß
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 7. Jan 2019, 13:47

Hi Stefan,
stell dir vor du hast am Draht unten noch 5 pF oder so gegen Masse hängen. Da kommt dann eben etwas weniger Signal raus.
Ob sich das in der Praxis wirklich auf die Empfangsleistung auswirkt hab ich noch nicht probiert.
Gibt ja verschieden Empfehlungen zur Antennne ..so 10-50 cm je nachdem.

Müsste man mal A-B Vergleich mit 2 identischen Geräten und unterschiedlichen Antennen machen.

73 de DL3FOX Uwe

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 7. Jan 2019, 15:11

Ah ja, jetzt weiß ich, auf was du hinaus willst. Ja, bei der Miniwhipe ist das durchaus ein erheblicher Unterschied. Ein OM aus meinem OV hat sich bezüglich der Miniwhipe intensiv eingearbeitet und auch unzählige Versuche gemacht. Aus seinen Aussagen heraus verstehe ich jetzt deine Frage.

In der Tat ist der Antenneneingang der Miniwhipe sehr ähnlich, aber er ist hier wirklich als "normaler" , hochohmiger Vorverstärker zu sehen, der dann auf den Eingang am IC geht. Die Antenne ist ausgezogen ca. 80cm lang und selbst wenn diese nur auf 40 oder 50cm ausgezogen ist, geht das schon sehr gut.

Was ich machen kann:
Ich verlege mal den Antenneneingang auf eine kleine Buchse, damit ich im praktischen Betrieb einfach umstecken kann. Das dürfte dann zeigen, was wie gut geht.

Gruß
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DJ7WW » 8. Jan 2019, 13:22

DL3FOX hat geschrieben:
7. Jan 2019, 13:47
Hi Stefan,
stell dir vor du hast am Draht unten noch 5 pF oder so gegen Masse hängen. Da kommt dann eben etwas weniger Signal raus.
Ob sich das in der Praxis wirklich auf die Empfangsleistung auswirkt hab ich noch nicht probiert.
Vermutlich nicht, wirkt ja in dem Bereich wie ein 600kOhm Widerstand nach Masse.

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von dj1wf » 9. Jan 2019, 13:26

DJ7WW hat geschrieben:
8. Jan 2019, 13:22
Vermutlich nicht, wirkt ja in dem Bereich wie ein 600kOhm Widerstand nach Masse.
...und genau da liegt das Problem. Denn wir haben es im VLF Bereich mit Wellenlängen im Kilometerbereich zu tun, und in diesem Fall mit einem Antennenstäbchen <1m. In Folge dessen ist die Impedanz des Strahlers, wenn man ihn denn überhaupt so nennen darf in diesem Frequenzbereich extrem hoch und fast nur kapazitiv blind. Also weit ab von "üblichen" Impedanzen, die man sonst so bei Antennen vorfindet.
Nicht umsonst habe ich in der ersten Stufe des Empfängers mit dem Dual-Gate FET den Gate-Widerstand mit 22MOhm dimensioniert, weil sonst die Quelle, also die kurze Strippe so stark belastet wird daß das Signal zusammenbricht. 600 kOhm nach Masse wirken sich also nennenswert aus. Aus genau diesem Grund ist übrigens auch die originale PA0RDT-Antenne für VLF nur suboptimal, denn die klassische Dimensionierung der Gatewiderstände ist bei dem kurzen Stäbchen für VLF viel zu niederohmig.
Vy 73
Wilfried


Edit: Ich habe gerade gesehen daß in der modifizierten Variante meines Ursprungsempfängers der Gatewiderstand auf nur 1MOhm reduziert wurde. Das ist natürlich mit Hinblick auf die sehr niedrigen Frequenzen im unteren VLF Bereich Unsinn. Vermutlich hat sich der werte OM der das "verbrochen" hat an die PA0RDT Dimensionierung angelehnt, was in diesem Fall natürlich eher kontraproduktiv ist. Zumindest bei sehr kurzen Antennen und in dem Bereich wo SAQ sendet.

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