VLF-Empfänger

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 2. Sep 2018, 10:20

Erkenntnis: Auch "neue gebrauchte" Filter können defekt sein!

War doch tatsächlich der ZF-Filter defekt. Hab jetzt einen neuen Filter eingebaut, dem ich leider den Kondensator erst äusserlich ergänzen musste, aber siehe da, jetzt lässt sich der Filter sauber einstellen! Leider fehlt mir in meinem beengten Bastelraum der Platz, alle Meßmittel gleichzeitig in betrieb zu nehmen. Laut Zähler lässt sich jetzt der BFO schön einstellen. Mein VFO liegt mit der Frequenz noch daneben, hier muss ich an der großen Spule noch 2 oder 3 Windungen abwickeln, damit ich mit dem tiefsten Wert so bei 465khz rauskomme, dann reicht das Abstimmspektrum bis 138 bis 140 khz und somit wäre das Afu-Langwellenband noch mit drin.

Auch wenn der Empfänger noch nicht ganz so geht, wie ich will, bis jetzt bin ich zufrieden, denn der Rest kann nicht mehr viel sein. Bestenfalls habe ich den Eingangstransistor irgendwie gehimmelt... :oops: Für sowas habe ich ein "Händchen"... 8-)

Zumindest lohnt jetzt schon mal, aus meinen Kunststoffplatten ein Gehäuse zu bauen.

Verregnete Grüße aus Aichwald
Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 7. Okt 2018, 18:55

Was wiegt mehr? Der Erfolg oder der Mißerfolg?
Nunja, ich lass das mal offen.

Seit einer Woche habe ich einen vernünftigen Signalgenerator und habe meinem kleinen Empfänger mal ein Signal um die 70Khz zur Verfügung gestellt und im Kabelkampf zwischen Signalgeber, Zähler und Oszi die Schaltung durchgemessen. Und siehe da, soweit mal positive Geräusche aus dem Lautsprecher. Der BFO schwingt auf sauberen 455 Khz. Der VFO nach einer Optimierung an der Spule jetzt zwischen 470 Khz und 595 Khz. (Somit würde SAQ und das Afu-Langewellenband auf 136 Khz im Empfangsbereich liegen)

Allerdings scheint der Zweig von der Antenne bis zum IC einen Schuß zu haben. Diesen Rückschluß leite ich davon ab, dass ein Signal direkt auf den IC-Pin 6 gelegt tatsächlich eine Funktion dem Gerät entlockt, jedoch alle Versuche über den Antenneneingang nicht derartiges verursachen.

Heute habe ich keine Lust mehr, weiter zu suchen, aber irgendwie nervt das jetzt schon... :|

Soweit zum aktuellen Stand.
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 8. Okt 2018, 13:08

Hi Stefan,
einfach mal vorne was HF rein geben ...10-50mV oder so..ein Signal das man mit dem Oszi noch gut sehen kann.
Dann stufenweise verfolgen und gucken wo es stecken bleibt.
Wer kein Oszi hat kann einen Diodentaskopf verwenden ..muss dann aber 200-500mV rum einspeisen damit hinten am Tastkopf was raus kommt.
Aufpassen das die Stufen nicht übersteuert werden und AGC auf aus steht.

73 de DL3FOX Uwe

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 8. Okt 2018, 19:02

10mV!?! Ich komme ja von der Antenne über einen 1nF direkt auf Gate 1 vom Feldeffekttransistor. Ist das nicht ein wenig viel?
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 8. Okt 2018, 20:10

Hi,
nö warum ?
Geht hier ja nich um super-linear Betrieb..da musst du was sehen können auf Oszi..ausser Rauschen ;)
Bei mir ist der kleinste Bereich 5 mV / Kästchen.
Ich wüsste auch keine Schaltung die bei bis 100mV am Eingang kaputt geht..das kann im normalen Empfangsbetrieb ja durchaus vorkommen.

http://www.dl2lto.de/sc/TM_smeter.htm

Guck mal bei S9+60 nach.

Bei HF Fets wichtig: Drainspannung, Strom, Gatespannung Grenzwerte und die Verlustleistung.

"Normale" Fets wie BF900 und so können 9-12 Volt Drainspannung und ca. 0-6 Volt Gatespannung ab.
Siehe Datenblatt.

Wenn die Kleinsignal Schaltung im A Betrieb mit Arbeitswiderstand läuft..kannst du total übersteuern und dann kommt hinten eben Rechteck raus. Weiter passiert nix. Solange das Gate nicht durchhaut. Aufpassen bei komplexen L-C Lasten...da kann beim Übersteuern durhaus zu viel Strom fliessen. Sieht man dann ja am mA Meter im + Kreis.

Geht hierbei ja nur darum die Spanunsgvsertärkung einer Stufe zu ermitteln um zu sehen wo was kaputt ist.

Die üblichen Empfängermessungen zur Empfindleichkeit und IP macht man dann wie immer im uV Bereich.

Bei NE612 Mixern und low level Ringmixern bis maximal 10mV Eingangssignal gehen. Das BFO Signal im Empfänger muss immer wesentlich stärker als das HF SSb Signal aus der ZF sein..sonst verzerrt es.

Bei mehrstufigen Verstärkern immer gucken das du jede Stufe einzeln misst..also Signal zu-ableitung zur restlichen Schaltung abklemmen.

73 de DL3FOX

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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL8SFZ » 9. Okt 2018, 12:47

Hallo Uwe,

danke für die ausführliche Beschreibung, das hilft mir sehr! Ja, ich habe mich in der Tat immer an den kleinsten Werten orientiert, was an Spannung anliegen darf. Ist natürlich quatsch... jetzt leuchtets ein! ;)

Die Schaltung ist ja nicht so umfangreich, ein FET und den Rest macht der IC. Ich vermute irgendeine "Lücke", die mir das Signal unterbricht.

Ich werde weiter berichten!
Gruß Stefan
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Re: VLF-Empfänger

Beitrag von DL3FOX » 9. Okt 2018, 18:24

Bei den ZF Spulen immer aufpassen..manchmal geht ein dünner Draht von den Sockelpins ab oder man macht zufällig ne Lötbrücke drunter..
Manchmal liegt auch die falsche Spule dem Bausatz bei..dann geht auch nix.

Mikrorisse in der Platine findet man auch nur mit nachmessen. Nicht irgendwas nur vermuten. Immer nachmessen ;)

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