Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

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HB9EVI
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von HB9EVI » 13. Jan 2020, 21:43

bei Kernen mehr oder weniger bekannter Herkunft (z.B. Ferrit Toroids von ali) kann man manchmal ziemlich in die Sch**** greifen. Im Zweifel sind halt die üblichen Verdächtigen (Fairrite, Ferroxcube etc.) die beste Wahl

realHans
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von realHans » 13. Jan 2020, 22:16

Es sind definitiv günstigste Chinaferrite, eigentlich gedacht einen Spannungsbalun für 2200m zu bauen.
Aber bekannte Kerne (Material N30, 43, 77) habe ich auch da. Vielleicht sollte ich da mal rum messen.
Eben habe ich gesehen, dass es jetzt diese nanoVNAs für <50 Euro gibt. das sollte ich mal ausprobieren, da sehe ich dann wenigstens die ganze Kurve über den ganzen Frequenzbereich.
Das werde ich mal testen.

Nach dem ich den Ausgang mit 50 Ohm belastet habe, ist das Ausgangssignal eingebrochen und ich habe Werte um die 60db gemessen (bei 5,5mH) bei 3,5MHz. Ich bin ganz sicher, irgendwas mache ich falsch ...

Wie schaut der Messaufbau wirklich aus wenn man die Dämpfung einer Mantelwellendrossel messen will?

73,
der hans

HB9EVI
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von HB9EVI » 13. Jan 2020, 22:37

Moin Hans

Ich hab auch eine Ladung Chinaferrite hier, allerdings in einem helleren Grün als deine, aber ungefähr dieselbe Grösse. Natürlich lassen sich ui und Al berechnen, aber damit weiss man immer noch nicht, mit welchem Material man es zu tun hat; bei den meinen vermute ich MnZn, aber eben...

Für 2200m oder 630m würd ich Material 77 nehmen; N30 könnte auch gehen, Fairrite 43 braucht vermutlich schon unhandlich viele Windungen.

der NanoVNA sind offenbar nicht so schlecht; da gibt es einen dezidierten Thread in einem anderen deutschen Afuforum. Der könnte dir sicher auch gute Dienste leisten.

Eben, wie ich geschrieben habe, die Sperrwirkung der common mode lässt sich mit besagtem Aufbau gut evaluieren. zwei 24Ohm Widerstände in Serie als Abschluss und die Mitte mit dem der Masse (also senderausgangsseitig) vor dem Balun verbinden. Wenn der RL im gewünschten Bereich unverändert bleibt im Vergleich zum Messaufbau ohne diese Verbindung zu Masse, dann hast du ausreichend Unterdrückung.

Das geht mit ein wenig Klimmzügen auch mit Scope und Generator, aber mit einem Analyzer geht es einfacher; das muss aber nicht mal ein vektorieller sein, ein skalarer wie der FA-NWT2 geht sehr gut.

dl2ydp
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von dl2ydp » 14. Jan 2020, 06:29

Wie Pascal schon geschrieben hat. Lade dir das Balun-PDF von DL4ZAO herunter. Dort steht auch ausfühlich beschrieben wie man was am Balun messen kann.
73, Roger

realHans
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von realHans » 14. Jan 2020, 07:28

Das werde ich tun. Danke.

realHans
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von realHans » 25. Jan 2020, 12:29

Hallo,
ich habe heute einen Balun mit 10+1+10 RG316 auf einen N30 Kern (der blaue) als Balun an meiner Vertikal angeschlossen.
Die Störungen (auf 80, 60, 40, 20m) sind immer noch da.
Jetzt werde ich einen Kellermann bauen mit 15*3 von meinen unbekannten Ferrit Kernen (siehe ersten Bild) á 3 Windungen RG316 oder was ich halt draufbekomme ...

Ich mache wieder Meldung :)
73, der hans

DJ7WW
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von DJ7WW » 25. Jan 2020, 17:06

realHans hat geschrieben:
25. Jan 2020, 12:29
Hallo,
ich habe heute einen Balun mit 10+1+10 RG316 auf einen N30 Kern (der blaue) als Balun an meiner Vertikal angeschlossen.
Die Störungen (auf 80, 60, 40, 20m) sind immer noch da.
Jetzt werde ich einen Kellermann bauen mit 15*3 von meinen unbekannten Ferrit Kernen (siehe ersten Bild) á 3 Windungen RG316 oder was ich halt draufbekomme ...
Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass N30 Kerne oder die "unbekannten" dafür geeignet sind, aber warum wiederhole ich mich, Du wirst sie ja trotzdem benutzen und die Lernkurve scheint lang zu werden...

Wieviel µH hat denn Deine Wicklung auf dem N30 Kern und was meinst Du mit 10+1+10?

73
Peter

HB9EVI
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Re: Sperrwirkung einer Mantelwellensperre messen?

Beitrag von HB9EVI » 25. Jan 2020, 17:52

N30 hab auch ich verwendet, um die 40m Signale aus unserem AV-Receiver rauszuhalten, die über die LS-Leitung reinkamen, aber das braucht wesentlich mehr Windungen; du weisst ja:

Z=1000Ohm = ~10dB CMR
Z=2000Ohm = ~20dB CMR
Z=3000Ohm = ~30dB CMR

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